Außengehege für Kaninchen

Kaninchen sollten generell nicht alleine gehalten werden. Sie sollten immer mindestens einen Artgenossen haben. Für die Haltung im Freien brauchen die kleinen Fellnasen das passende Gehege.

 

Wohin?

Gut sichtbar (Blickkontrolle), z. B. vom Küchen- oder Wohnzimmerfenster aus einsehbar. 
Im Halbschatten, z. B. unter Bäumen oder an Hauswänden. Im Winter sollte das Gehege aber auch ein paar Sonnenstrahlen erwischen. Von der Straße aus sollte es nicht einsehbar sein (Übergriffe auf Kaninchen sind möglich).

Wie groß?

Ca. 4 m² pro Kaninchen. Je größer desto besser. Zur Fütterung und Reinigung sollte es für dich begehbar sein.

Bodensicherung

Entlang der Ränder den Gehegedraht min. 30-100 cm in den Boden eingraben oder hochkant gestellte Platten bis in diese Tiefe versenken.
Um das Gehege nach unten ausbruchsicher zu machen empfehlen sich Gehwegplatten, diese bekommt du günstig bei uns im Markt. Auf diese Platten kann der eigentliche Boden aufgebracht werden.


Der Boden

Naturboden weicht bei Regen zu sehr auf und ist auf Dauer unhygienisch, da sich die Köttel nur schwer entfernen lassen. Ein Grasboden wird von Kaninchen gerne angenommen, da hier gebuddelt und gebaut werden kann.

Die Gehwege sowie der Futterplatz sollten aus hygienischen Gründen mit Platten belegt sein, diese lassen sich leichter sauber halten. Köttel sind nur schwer zu entfernen
Sandboden verschmutz bei Regen nicht. Die Kaninchen können in den Sand Gänge graben, allerdings sind diese nicht belastbar. Wenn du über solche „Buddel-Gänge“ läufst, kann es sein, dass du mit dem Fuß einbrichst. Außerdem lassen sich die Köttel nur schwer aus dem Sand entfernen.

Rindenmulch ist für Kaninchen angenehm, muss aber oft gewechselt werden.
Stroh oder Kleintierstreu sind nur im trockenen, überdachten Bereich zu empfehlen.
Gehwegplatten oder Betonboden sind sehr leicht zu reinigen, durchweichen nicht. Allerdings benötigen die kleinen Fellnasen einen Platz zum Buddeln.

Die Buddelecke

Du kannst z. B. eine große Plastikwanne eingraben und mit Sand füllen oder du baust in einer Gehegeecke aus Brettern eine Art Sandkasten.

Der Gehegezaun

Zum Schutz vor Raubtieren (Marder, Füchse, Greifvögel) muss das Gehege einen sichern Zaun haben. Gut eignet sich Volierendraht, der übliche Kaninchendraht ist nicht stabil genug. Auch nach oben muss das Gehege gesichert werden. Drahtseilnetze sind teuer, einfache Netz sind nicht mardersicher. Eine Plexiglasabdeckung oder feste Drahtmatten sind deutlich besser. 

 

Wind und Wetter

Zumindest ein Teil des Geheges sollte ein wasserfestes Dach haben sowie eine isolierte, winterfeste Schutzhütte!

Futterplatz und Häuschen 

dürfen natürlich ebenso wenig fehlen, wie Röhren, Leitern oder Brücken zum Klettern, Verstecken und Ausschauhalten. Als Material bieten sich Holzhäuschen, Kartons, Pflanzsteine, alte Wurzeln und hohle Baumstämme an, ebenso Heu- und Strohballen. Sei kreativ!

Wenn du nicht so viel Platz zur Verfügung hast kannst auf ein Freilaufgehege aus unserer Fachabteilung zurückgreifen. Du solltest nur darauf achten, dass das Gehege groß genug und leicht zu reinigen ist. Bestenfalls kannst du sogar darin stehen. Auch ein kleines Holz-Gartenhäuschen kann in eine Kaninchen-Villa umfunktioniert werden.